Menschen neigen dazu, beim Gedenken an liebgewordene Institutionen oder persönliche Erlebnisse zu verklären und mit bedeutungsschwangeren Worten zu glorifizieren. Das dient dazu, dass eigene Ego zu streicheln und führt nicht selten zu einer Art romantischer Demenz. Ein durchschnittliches Saufgelage wird so schnell zu einem unvergesslichen, sensationellen Abend, eine Dorfdisko zum Tempel der Lust, eine graue Maus zur Göttin der Leidenschaft.
Der Autor dieses kleinen Eintrages stellt hier natürlich die Ausnahme von der Regel dar und versucht mit möglichst trockener, rationaler Sprache eine Bar zu beschreiben, die sich zwischen einer industriellen Semmelverkaufsstätte und einem nicht ganz so erfolgreichen Lounge-Sushi-Karaoke-Club-Mottoparty-Gastronomiekonzept im Münchener Stadtteil Maxvorstadt befindet.

Halt! Stopp! Vergessen wir kalte Objektivität, pseudo-intellektuelle Tiraden und ausschweifendes Gelaber.
Befreien wir lieber mit ein paar Tausend Augustiner-Mönchen Kuba, füllen den Willy in seinen Becher und gehen danach freudestrunken mit Tom zu Kha Gai und treffen dort Mai Tai und den Kurzen. Zapfen wir den Gerstensaft, machen wir Drinks zu Long Drinks (Danke Stefan!), Rinhas zu Caipis und erlösen wir auch alle anderen Getränke von ihrem Diminiutiv-Status. Füllen wir auf und uns selber ab! Lachen wir, wenn es nicht zum Dreier reicht und treffen wir uns bis zum letzten unbeschwerten Lebenshauch an Tisch 9 oder 10 im Schall und Rauch!
Der Mäx
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