Du liest gerade Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?. Du kannst einen Kommentar abgeben oder Trackback hierher setzen.
Neuere »« ÄltereDas Gefühl ist großartig. Nach Monaten der Entbehrung und des Verzichtes auf fettige, in Pappschachteln beheimatete, fleischige Freunde, ist jetzt die Zeit des Triumphes gekommen. Welcher Ort eignet sich besser für die eigene Siegerehrung als ein Traumstrand in Thailand? Als Ehrenrunden dienen kurze Strandläufe, die das Ego liebkosen und Belohnungen in Form von Thai-Fingerfood nach sich ziehen. So sitzen wir nun friedlich und zufrieden bei der Verdauung am Strand und betrachten wohlwollend andere Strandlebewesen. Da nähert er zum ersten Mal. Er ist schwarz. Er ist schnell. Er läuft ohne jede verdammte Kraftanstrengung im tiefen Sand. Er nähert sich mit schnellen, eleganten und kraftvollen Laufschritten und nach einem Bruchteil einer Sekunde ist er auch schon 200 Meter weiter weg. Wir schauen uns verwundert an? Was war das denn? Na gut, na gut. Es gibt einfach Jungs, die uns vielleicht temporär noch eine wenig überlegen sind zwecks Strandfigur und Fitness-Zustand. Eine Stunde später, bewaffnet mit kalten Milchshakes, frischem Obst und eine marginal kleiner gewordenenem Selbstvertrauen sieht die Lage schon wieder ganz anders aus. Doch was passiert, als wir gerade von unseren Schattenplätzen der Mittagssonne zuzwinkern? Mr. Boombastic kommt in genau dem gleichem Tempo, in genau gleich hohem Sand, barfuss, bei gefühlen 43° Grad zurückgelaufen und ist nach dem Bruchteil einer Sekunde 201 Meter weiter weg. Den einen Schweißtropfen an der Stirn, den einer von uns aus der Ferne gesehen haben will, kann niemand offiziell bestätigen. Der Typ ist der Hammer. Kommt daher, wie eine Mischung aus allen Jacksons, Johnsons oder Jordans, die man aus der Welt des Sports kennt und läuft durch den dampfend heissen Sand, als gäbe es nichts Angenehmeres auf der Welt. Noch dazu hat der Kerl einen Body, der selbst einen nüchternen Betrachter leicht zu homoerotischen Elegien verleitet. Die Phase der Bewunderung und des Respekts unter Sportsmännern endet aber unvermittelt, als der Typ wiederum eine gute Stunde später zum dritten Mal aus der Ursprungsrichtung an uns vorbeiläuft. Den Vorschlag, von der Strandbar aufzustehen und den schwarzen Superman als Rache für alle versammelten Strand-Normalos einfach umzulaufen, wird mit dem Argument gekontert: “Wahrscheinlich nimmt er dich Huckepack und läuft mit dir im gleichen
Tempo weiter”. An dieser Stelle muss ich aufhören. Die Erinnerung tut einfach zu weh!
Mäx
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