Du liest die Beiträge vom Dienstag 9. Oktober 2007.
Teil unserer alltäglichen Arbeit als Barkeeper ist es, die Gäste mit Bier, Pseudo-Bier, Cocktails, Wein, Rum, Wodka, Whiskey, Scotch, Brandy, Gin, Prosecco, Longdrinks, Shots, etc. zu versorgen bzw. es ihnen z.T. mit unseren Mischungen richtig zu besorgen.
Unter dem mannigfaltigen alkoholischen Angebot versteckt sich jedoch ein Drink, der uns bei falscher Zubereitung als Schürzenträger ohne liquiden Tiefgang entlarvt - der Dry Martini.
Hier drei Varianten zur Zubereitung, um einer Bloßstellung zu entgehen:
Variante 1 (klassisch):
- Martini-Glas mit Eis vorkühlen
- Im Rührglas 5cl Gin und 1/2cl Vermouth auf viel Eis verrühren (hartes Eis verwenden, das nicht tropft)
- Eis aus dem Martini-Glas wegschütten
- Gin + Vermouth durch das Barsieb in das Glas abseihen
- Olive hinzufügen (unbedingt mit Stein!)
Variante 2 (puristisch):
- Martini-Glas mit Eis kühlen
- Eis wegschütten
- ein wenig Vermouth ins Glas geben
- Glas schräg halten und am Fuß drehen bis die ganze Innenseite von Vermouth benetzt ist
- Vermouth wegschütten
- im Rührglas 5cl Gin auf hartem Eis verrühren
- Gin in Martini-Glas abseihen und Olive hinzufügen
Variante 3 (à la James Bond in “Casino Royal”)
007: “A dry martini. One. In a deep champagne goblet.”
Barkeeper: “Oui, monsieur”
007: “Just a moment. Three measures of Gordon’s, one of vodka, half a measure of Kina Lillet. Shake it very well until it’s ice-cold, then add a large thin slice of lemon-peel. Got it?”
aus “Ein Mann. Ein Buch” – SZ
Mäx
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